„Elias & Laia – Die Herrschaft der Masken“ von Sabaa Tahir

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Was würdest du tun, wenn deine Familie tot und dein Bruder in Gefangenschaft ist? Was würdest du tun, wenn der notwendige Weg zur Rettung deines Bruders auch der schwierigste ist? Vor diesen Fragen steht Laia, die ihre einzige Hoffnung darin sieht, sich mit der Hilfe der Rebellen als Sklavin in die Akademie einschleusen zu lassen, in der die Krieger ausgebildet werden, die ihr Leben zerstört haben. Die Krieger, die Unheil in die Städte und Dörfer des Volkes bringen und als rechte Hand des Imperiums auf grausamste Weise dazu beitragen, so gut wie alle Menschen zu unterdrücken. Diese Krieger sind Männer mit silbernen Masken und Elias ist kurz davor, einer von ihnen zu werden. Doch was passiert, wenn das Schicksal diese zwei jungen Menschen zusammen führt und somit die Prinzipien einer Welt über den Haufen geworfen werden. Eine fesselnde Geschichte über Mut und den Willen, das Richtige zu tun.

Fazit

Ich liebe dieses Buch. Es steckt voller Kraft und Individualität und konnte mich wirklich überzeugen. Neben den gut ausgearbeiteten Charakteren, die mir ganz nebenbei sehr sympathisch waren, und der tollen Lokation, in der die Geschichte spielt, hat mir auch die Aussage hinter ihr sehr zusagen können.

Laias größte Angst ist die meiste Zeit über eigentlich, zu viel Angst zu haben und das Schöne daran ist, dass sie in diesem Buch diese Angst besiegt, ohne es zu merken. Denn sie erkennt sehr schnell, für was es sich zu kämpfen lohnt – eine sehr starke Protagonistin.

Elias hingegen faszinierte mich mit seinen starken inneren Willen, den sich Laia erst etwas erarbeiten muss. Er weiß, was richtig und falsch ist und dennoch ist er, was insbesondere seine Gefühle angeht, hin und her gerissen. Verständlicherweise. Dennoch finde ich, dass das ihm als Charakter gar nicht schadet und seine Entwicklung in der Geschichte noch weiter hervorhebt.

Die anderen Figuren sind überraschenderweise nicht so oberflächlich gehalten, wie es Nebencharaktere in den meisten Büchern eben sind, was dem ganzen an sich noch mehr Tiefe verleiht.

Mir ist auch etwas aufgefallen, was wahrscheinlich eher nebensächlich ist, was ich aber dennoch nicht verstehe. Es wird mehrfach Helenas Haut beschrieben, Elias zum Beispiel entdeckt in ihrem Gesicht eine leichte Röte (oder so), nur wie kann er die erkennen, wenn Helena eine Maske trägt, die in ihr Gesicht eingewachsen ist?

Das Buch wird, soweit ich weiß, der Kategorie Fantasy zugeordnet. Doch wer eine richtige Fantasy-Story sucht, ist hier falsch. Ein paar Fabelwesen treten zwar auf, spielen aber keine tragende Rolle und würden (mit Ausnahme von den Auguren und den Guhlen natürlich) auch nicht fehlen.

Also: Ich würde dieses Buch wohl eher als Dystopie bezeichnen (zumal ich jetzt einfach mal davon ausgehe, dass diese Geschichte in der Zukunft spielt), in der eben die ein oder anderen fantastischen Elemente auffallen. Also seid nicht zu enttäuscht, wenn ihr euch mehr Übernatürliches in der Handlung gewünscht habt.

Natürlich schadet dies dem Buch kein bisschen. Ich kann es wirklich als sehr gelungen bezeichnen.

Bewertung

Tatsächlich mal wieder 5 Krönchen (von 5)


Preis:  16,99 Euro (Hardcover)
Verlag:  Bastei Lübbe (one by Lübbe)
ISBN:  978-3846600092
Seitenanzahl:  507
Buchgenre:  Jugendbuch, Fantasy, Dystopie

 

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5 Gedanken zu “„Elias & Laia – Die Herrschaft der Masken“ von Sabaa Tahir

  1. Stopfi 18. September 2016 / 16:24

    Hach das Buch ist echt großartig!

    Gefällt mir

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