„The Heir“ von Kiera Cass

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Da es sich hierbei um die Fortsetzung einer Trilogie handelt, sind Spoiler nicht zu verhindern…

Eadlyn Schreave ist alles andere als gewöhnlich. Seit sie klein ist, weiß sie, dass sie einmal die Königin Illéas sein wird und darauf freut sie sich ganz und gar nicht. Außerdem wünschen sich ihre Eltern Maxon und America, dass sie ebenfalls ein Casting abhält. Ein Casting, das dem ähnelt, bei dem sich ihre Eltern kennengelernt haben und das auf Eadlyn eher wie ein Märchen wirkt. Um so unvorstellbarer ist es für sie, auf diese Weise einen Ehemann zu finden. Doch die Veranstaltung soll nicht nur Eadlyns Glück dienen, sondern ist auch von politischer Bedeutung, weshalb sich die junge Prinzessin dazu verpflichtet fühlt. So führt das eine zum anderen und 35 junge Männer werden unter den Bewerbern ausgelost und dürfen in den Palast ziehen, um sich um Eadlyns Herz zu bemühen.

Fazit

Grundsätzlich hat mir das Buch gut gefallen. Es war spannend zu erfahren, wie es mit Maxons Herrschaft weiterging und seine und Americas Kinder kennen zu lernen. Die beiden haben sich zwar verändert, jedoch nicht so, dass es unrealistisch gewirkt hat. Eher so, wie es jeder mit dem Alter tun wird. Außerdem gab es einige Situationen, in denen ich die Protagonisten der ersten drei Bände wiedererkannt habe, wenn ich mir auch etwas mehr erhofft hatte.

Ich habe mich nach Ende des Buches etwas umgesehen, welche Meinungen es zu Eadlyn gibt. Ich muss mich den meisten davon anschließen. Sie ist verzogen, egoistisch, unsympathisch und respektlos. Dennoch bin ich irgendwie der Meinung, dass es dem Buch nicht geschadet hat. Es war sogar – gerade wegen der Casting-Situation – ganz unterhaltsam. Natürlich hat auch mich Eadlyns Gezicke etwas genervt, jedoch nicht so sehr, wie die Reaktion ihrer Umgebung darauf. Ich war wirklich verwundert, dass America, von der ich das nie erwartet hätte, es zulässt, dass ihre Tochter sich so verhält. Das hat mich wirklich sehr überrascht und viel mehr genervt, als Eadlyns Verhalten selbst. Die einzige Person, die sich ihr gegenüber angemessen verhalten hat, ist Ahren, ihr Zwillingsbruder. Er ist toll und alles was Eadlyn nicht ist – freundlich, gut gelaunt, aufmerksam und humorvoll. Einfach sympathisch.

Ich kann mir zwar vorstellen, dass es nicht das Beste ist, Königin zu werden. Jedoch frage ich mich dennoch, warum Eadlyn meint, die gesamte Situation derartig dramatisieren zu müssen. Sie spricht von dauerhafter Belastung und was für ein Grauen auf sie zukommt, hat jedoch eigentlich keine Ahnung, wie das Leben außerhalb des Palastes ist. Anders als ihre Eltern, scheint es sie auch gar nicht zu interessieren. Wie eigentlich alles, was nicht mit ihr zu tun hat. Selbst vor dem Glück ihres eigenen Bruders macht sie keinen Halt, was ich absolut unverschämt finde. Sie ist wirklich nicht bereit dazu, Königin zu werden. Einfach aus dem Grund, dass sie sich die meiste Zeit über wie ein Kleinkind verhält – wie ein sehr bockiges.

Die Kandidaten fand ich eigentlich ganz annehmbar. Anders als erwartet, konnte ich mir unter den Namen auch die dazugehörigen Personen vorstellen und habe auch verschiedene Charakterzüge erkannt. (Eigentlich bin ich davon ausgegangen, dass ich keine Ahnung haben würde, wer wer ist und wer was getan hat – war zum Glück aber nicht so.)

Die Reaktion des Volkes auf Eadlyn hat mich sehr belustigt. Das war sehr realistisch… Es hat mich darauf gebracht, dass Eadlyn gewollt nicht so sympathisch geworden ist. Wahrscheinlich plant die Autorin eine drastische Charakterentwicklung, die erst durch den richtigen Mann (bzw. die „große Liebe“) erfolgen wird – wie sexistisch.

Ich shippe Kile und Eadlyn. Für mich steht fest, die beiden werden die zukünftigen Herrscher Illéas. (Wenn nicht, ist das jetzt echt peinlich…) Ich glaube schon, dass Eadlyn für ihn Gefühle hat, es nur noch nicht verstanden hat. Kile ist das genaue Gegenteil von ihr und ich mag ihn. Ich mag auch Eadlyn viel mehr, wenn sie mit ihm zusammen ist. Letztendlich glaube ich, dass Kile sie gut bei ihrer zukünftigen Position unterstützen könnte. Dass die beiden sich eigentlich gar nicht wollen, da Kiles Bewerbung ja ohne sein Wissen versendet wurde und die beiden sich schon seit Kindestagen kennen, macht die Sache noch viel witziger.

Da das erst mein zweites oder drittes Buch ist, das ich auf Englisch gelesen habe, kann ich den Schreibstil noch nicht so gut bewerten. Mir fehlt einfach der Vergleich. Was ich aber sagen kann, ist, dass ich das Buch sehr gut verstanden habe und auch erstaunlich schnell lesen konnte (an einem Tag). Es hat mich selbst etwas überrascht, aber die Geschichte hat mich einfach zu sehr gefesselt, um sich noch weiter Gedanken über die Sprache machen zu können, hihi :D.

Wie auch schon die ersten Teile, war auch dieses Buch ein echter Pageturner.

Bewertung

4 Krönchen (von 5)


Preis: 11,49 Euro bzw. 12 Dollar
Verlag: Harper Teen
ISBN: 978-0-06-239130-8
Seitenanzahl: 342
Buchgenre: Jugendbuch, Dystopie

 

 

 

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